"Botschaft des Oberkommandierenden: Weder strebe ich die Bürde des Präsidenten des Staatsrates und des Oberkommandierenden an, noch werde ich sie annehmen."Der Originalwortlaut von Castros Abschiedsbotschaft kann hier nachgelesen werden.
Fidel Castro Ruz zog also die Konsequenzen aus seiner nun schon seit 18 Monaten andauernden Krankheit und wird in der alsbaldigen Wahl zum Präsidenten nicht mehr kandidieren. Sein designierter Nachfolger ist Raul Castro Ruz, Fidels Bruder und momentan kommissarischer Leiter der Regierungsgeschäfte.
Castro war das dienstälteste Staatsoberhaupt der Erde - bei jedem demokratisch gewählten Präsidenten würde ich hier jetzt die historische Lobeskeule schwingen. Doch bei Castro ziemt sich das kaum. Fast 50 Jahre "El Presidente" haben Kuba in eine prekäre Lage gebracht. Positive Trends der letzten Jahre sind nicht auf einen Paradigmenwechsel, sondern die vorsichtige Liberalisierung der Wirtschaft zurückzuführen: Das Militär betätigt sich rege im Touristikgeschäft, fördert so die wirtschaftliche Entwicklung und die Staatskasse. Der Führer des Militärs - Raul Castro - wird nun Präsident Kubas. Das lässt darauf hoffen, dass dem freien Markt auch in Zukunft mehr Spielraum gewährt wird - alleine schon um Kuba nicht von der positiven Entwicklung des Rests Lateinamerikas abzukoppeln. Doch gilt auch freie Wirtschaft => freie Wahlen? Ein Blick nach Fernost beantwortet diese Frage.
(Foto: Wikipedia)
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