Hallo zusammen!
Mein Name ist Felix Wunderlich, ich bin 32 Jahre alt und arbeite als Bäcker in Berlin. Ich bin Mitglied einer nicht näher genannten Deutschen Partei. Ich mag vegetarisches Essen und linke Politik - daher der Name Grüner Stern.
Ich habe diesen blog erstellt um meine Gedanken zum Thema Politik und ihrer Theorien einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Es ist mein erster blog - erwartet also keine rhetorisch ausgefeilten Beiträge.
Zum Einstand gleich ein heikles Thema, aber der Anlass ist aktuell:
Benazir Bhutto, ehemalige Pakistanische Premierministerin fiel am 27. Dezember einem Attentat zum Opfer. Weltweit war die Anteilnahme entsprechend groß. Frank-Walter Steinmeier sagte, diese Tat sei ein schwerer Schlag für alle die in Pakistan für Demokratie kämpfen. Doch sind wir mal ehrlich: Wer von uns hat bis vor einigen Monaten, als Bhutto aus ihrem selbsterklärten Exil zurückkehrte überhaupt von ihr gehört? Und warum ist sie überhaupt ins Exil gegangen?
Bhutto, die Leuchte der pakistanischen Demokratie ist einem Laster erlegen, das bei Entscheidungsträgern aller couleur zum alltäglichen Programm gehört: Das "Schauen wo man bleibt", um es freundlich auszudrücken, oder "Korruption" um es beim Namen zu nennen. In ihren zwei Amtsperioden hat sie offenbar zweistellige Millionenbeträge auf diverse, in Europa gelegene Bankkonten ihrer Familie transferiert; beide Male wurde sie unter dieser Beschuldigung vom Präsidenten ihres Amtes enthoben.
Ganz ehrlich, ein "lupenreiner Demokrat" sieht anders aus. Sind die universellen Trauerbekundungen von westlichen Staatsmännern also gerechtfertigt? Auf der einen Seite - niemandem wünscht man es, von einem Terroristen mit in den Tod gerissen zu werden. Auf der anderen Seite - ein heroischer Tod sollte nicht hinwegtäuschen über die Verfehlungen, die man sich zu Lebzeiten geleistet hat.
In diesem Sinne: bleibt kritisch, nicht alles was glänzt ist Gold.
Sonntag, 30. Dezember 2007
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